Event Chur
«Kinder der roten Erde» und «Das fragile Glück der Harmonie»
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Beschreibung
Nach der Machtübernahme der Kommunisten 1949 wird Sinas Vater, der Besitzer einer kleinen Ölmühle, als «schwarzes Element» eingestuft. Er flieht, die Mutter wird verhaftet und stirbt kurz nach der Entlassung aus dem Gefängnis. Mit fünfzehn Jahren steht Sina völlig allein da. Gegen alle Widerstände schafft sie es, zu studieren und Lehrerin im neuen China zu werden.
Mit Deng Xiaoping kommen 1978 Reformen und grosse Hoffnungen. Wie Abertausende wissbegierige junge Leute profitiert auch Sinas Tochter davon: Aufgrund ihrer guten Noten erhält Tanya einen Studienplatz an der renommierten Fudan-Universität in Shanghai. Ihr Traum: Journalistin zu werden und vielleicht sogar Bücher zu schreiben. Aber dann begegnet sie in der Bibliothek einem jungen Deutschen und ahnt nicht, dass sich ihr Leben bald radikal verändern wird.
In ihrem Roman «Kinder der roten Erde» erzählt Luo Lingyuan vom Leben ihrer Mutter, und in dem autofiktionalen Bericht über «Das fragile Glück der Harmonie» erfährt man, wie die Autorin selbst nach Deutschland kam. So führen uns die Lebensläufe von Mutter und Tochter aus einem kleinen Dorf in Zentralchina hinaus in die Welt, und im Hintergrund läuft die Entwicklung der Volksrepublik China vom blutigen Bürgerkrieg 1945-49 bis zum Chinesischen Traum von der Zukunft.
LUO Lingyuan, geboren in China, studierte Journalistik in Shanghai und lebt seit 1990 in Berlin. Sie hat neun Romane auf Deutsch veröffentlicht und wurde mehrfach ausgezeichnet. 2007 erhielt sie den Chamisso-Förderpreis, 2017 den Erfurter Stadtschreiber-Literaturpreis und war 2026 Beeskower Burgschreiberin. Seit sie 2023 als Writer in Residence in Arosa die freie Luft der Schweizer Berge kennengelernt hat, kehrt sie jedes Jahr gern wieder zurück.
Veranstaltungsort
Kantonsbibliothek Graubünden
Karlihofplatz, 7000 Chur
Verantwortlich für diesen Inhalt Kantonsbibliothek Graubünden.

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